Der Bundesstaat Bahia mit gut 14 Mio. Einwohnern und 570.000 qkm Fläche liegt im südlichsten Teil der Region Nordost und verfügt über 1.000 km Strand. Ansonsten prägen Berge das Landschaftsbild. In keinem anderen brasilianischen Staat findet sich eine so starke afrikanische Prägung, die sich in Sprache, Religion, Speisen und Musik niederschlägt. Die Ursache liegt in der Geschichte der Hauptstadt Salvador da Bahia (über 2 Mio. Einwohner). Von 1549 bis 1763 war sie Regierungssitz der Kolonialmacht, in ihrem Hafen kam der größte Teil der 5 Mio. afrikanischen Sklaven an. Heute ist sie in Ober- und Unterstadt unterteilt und durch einen Aufzug miteinander verbunden. Die Unterstadt bildet das moderne Geschäftszentrum, die Oberstadt repräsentiert den historischen Teil und gehört zu den Weltkulturdenkmälern. In ca. 400 km Entfernung ist der Parque Nacional Chapada Diamantina (1.520 qkm Fläche) im gleichnamigen Gebirge beheimatet. Tafelberge und Canyons wechseln sich hier mit Höhlen und Wasserfällen ab. Der Cachoeira da Fumaca ist mit 420 m Höhe der höchste Wasserfall Brasiliens. Im Gebiet von Chapada Diamantina gibt es auch das unter Denkmalschutz stehende Städtchen Mucuge mit seiner Kolonialarchitektur und einem byzantinischen Friedhof aus dem Jahre 1855 zu besichtigen.
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