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Das im Südosten gelegene Espirito Santo ist mit etwa 45.000 qkm Fläche und gut 3 Mio. Einwohner einer der kleinsten Bundesstaaten. Fast die Hälfte seiner Fläche stellt eine abwechslungsreiche Küstenlandschaft mit ausgedehnten Stränden, Buchten, Inseln und Watt dar. Das Landesinnere präsentiert sich gebirgig, hier ist auch der dritthöchste Berg Brasiliens, der Pico da Bandeira (knapp 3.000 m) zu Hause. Die Hauptstadt Vitoria (300.000 Einwohner) geht auf das Jahr 1551 zurück und zählt zu den 10 ältesten Stadtgründungen des Landes. Sie ist in Ober- und Unterstadt aufgeteilt, beliebteste Verbindung ist eine geschichtsträchtige Treppe, die Escadaria Maria Ortiz. Ihre Namensgeberin goss in der Verteidigung gegen Holland 1624 dem Kommandanten einen Topf kochendes Wasser über den Kopf. In der Oberstadt gibt es zahlreiche Gebäude aus der Kolonialzeit zu bewundern, darunter sei der Palacio Ancheta aus dem 16. Jh. (heute Sitz der Staatsregierung) hervorgehoben und das älteste Kloster Brasiliens, das Convento de Sao Francisco aus dem Jahr 1591. Rund 50 km von Vitoria liegt Guarapari, dessen schwarzen radioaktiven Stränden eine heilende Wirkung zugeschrieben wird. Eine Sicht von bis zu 15 m macht den Ort zu einem beliebten Ziel für Taucher. Auch die Umgebung bietet schöne Badeorte.
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