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Der nördlichste der neun Bundesstaaten im Nordosten ist Maranhao mit gut 330.000 qkm Fläche und etwa 6 Mio. Einwohnern. Seine Hauptstadt Sao Luis (knapp 800.000 Einwohner) wartet mit mehr als 3.500 Gebäuden im Kolonialstil auf und gehört zum Weltkulturerbe. In der zweiten Junihälfte werden die Samstage von den Bumba-meu-boi-Festen beherrscht, deren Thema die Tötung und Auferstehung eines Ochsen ist. Sao Luis gegenüber liegt die Kleinstadt Alcantara. Viele ihrer Gebäude stehen unter Denkmalschutz, aber gleichzeitig hat hier der brasilianische Weltraumbahnhof seinen Platz gefunden. Neben der Planung und Durchführung von Raketenstarts steht auch der Start von Satellitenraketen auf dem Programm. In unmittelbarer Nähe der Hauptstadt ziehen sich Sandstrände über mehr als 30 km Länge. Darunter finden sich sehr gut besuchte (Praia da Ponte de Areia) ebenso wie nahezu menschenleere (Praia do Aracaji). Die Landschaft Maranhaos weist neben dünenreichen Küsten auch Mangrovenwälder und halbwüstenartige Abschnitte auf. Ein Besuch des Nationalparks Lencois Maranhenses empfiehlt sich insbesondere in der Regenzeit zwischen Januar und Juni, weil sich in dieser Zeit dort eine immense Anzahl von Lagunen bilden.
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